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Was hat das denn mit der Diskussion um LGBTQ+ zu tun? Vielleicht mehr als Du denkst. Denn oft wird mit der Rückwärtssicht auf die Schöpfungsordnung argumentiert. Was ist mit dem Blick nach vorne zur neuen Schöpfungsordnung?

„Die Schöpfungsordnung geht ganz klar von Mann und Frau aus. Alles andere ist Genderprobaganda und gegen den Willen Gottes!“

Ist das so?

Inspiriert von einem Podcast von Jens Stangenberg

Kein Sex im Himmel

Es ist ist wohl der Text, der schon vielen die Lust auf den Himmel verdorben hat.

Markus 12,25 (LU)
25 Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.

Wenn es im ewigen Reich Gottes keine Sexualität mehr gibt, dann spielt die sexuelle Identität und das Geschlecht in der christlichen Gemeinde ebenfalls keine Rolle mehr.
 Das moralische Handeln des neuen Bundes orientiert sich an Werten. Im Gegensatz dazu steht der jüdisch pharisäische Gehorsam des Buchstabens.

2. Korinther 3,4–6 (LU)
4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. 5 Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

In der Gemeinde Christi zählt weder Mann noch Frau, noch Nationalität oder sozialer Stand. Alle sind eins in Christus. Damit reduziert sich die Frage um homosexuelle Beziehungen auf die Frage, ob wir aus der Liebe und gegenseitigen Achtung und Wertschätzung heraus handeln.

  • Wird Sexualität in Verantwortung und Respekt gelebt?
  • Ist die Partnerschaft von Liebe und Treue geprägt?

Oder …

  • Wird der andere als Lustobjekt missbraucht?
  • Werden die Partner immer wieder aus egoistischen Motiven ausgetauscht?
Sexualität spielt in Gottes neuer Welt keine Rolle mehr

Die Schöpfungsordnung des Paradieses wird es auf der neuen Erde nicht mehr geben. Sexualität spielt aus der Sicht Jesu keine Rolle mehr. Es herrscht eine viel tiefere spirituelle Verbindung, die alles übertrifft.

Unsere gegenwärtige Schöpfung ist seit dem Sündenfall fehlerhaft, unvollkommen und beinhaltet Variationen, mit denen wir verantwortlich umgehen müssen.

Fressen und gefressen werden, wir essen Fleisch, es gibt krankmachende Viren und blutsaugende Stechmücken – alles nicht nach Gottes Plan. Und es gibt lustgesteuerte zerstörerische und erniedrigende menschliche Sexualität. Deshalb schützen die Gesetze des Alten Testaments die Schwächeren vor Missbrauch. Das ist der Sinn alttestamentarischer Sexualgesetze. Sie betreffen daher nicht homosexuelle Beziehungen, die in Liebe und Treue gelebt werden.

Spätestens auf der neuen Erde die Gott schaffen wird, hat sich dann die Frage um LGBTQ+ im positiven Sinn erledigt – alle sind gleich!

Wenn im Reich Gottes alle eins sind in Christus und Sexualität auf Gottes neuer Erde keine Rolle spielt, dann ist der Regenbogen ein gut gewähltes Zeichen, das auch Christen bejahen können.

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